Wien 2050 – Utopisches Denken radikal und disruptiv

Denkexperiment Wien der Zukunft – Wiener Zukünfte. Welche disruptiven Ereignisse könnten Wien in einer entfernten Zukunft grundlegend verändern? Partizipative Prozesse, die auf die Erkundung städtischer Zukunftsvisionen abzielen, gibt es bereits – in Wien greifen da internationale Trends. In vielen Fällen liegt der Schwerpunkt dabei eher auf moderaten Veränderungen bzw. pragmatisch-linearen Transformationen. Dabei werden disruptive Entwicklungen und radikale Veränderungen oft vernachlässigt. Um die Grenzräume von möglichen Zukünften für die Stadt Wien auszuloten, werden in diesem Teilprojekt Interviews mit einer erheblichen Zahl von AkteurInnen der Stadt aus den unterschiedlichsten Bereichen zu ihren individuellen Zukunftsentwürfen für Wien um 2050 geführt.  Befragt werden Personen aus Kunst, Kultur, Natur- und Geisteswissenschaft, High-Tech Entwicklung, Literatur, Architektur, Pädagogik, Sozialwesen, Psychologie etc., aber auch SchülerInnen und StudentInnen.

Der Fokus liegt hier nicht auf möglichen und wahrscheinlichen Zukunftsentwicklungen, sondern auf einer ganzheitlichen Perspektive, die – getrieben von Wünschen, Träumen, Konzepten und Vorstellungen – eine radikal andersartige und disruptive Zukunft für Wien im Auge hat. Radikale Denkexperimente lassen die unendliche Vielzahl an Entwicklungsmöglichkeiten der Stadt besser erkennbar werden. Phantastische, irreale Gedanken sowie persönliche bildhafte Vorstellungen können dazu beitragen, den zukünftigen Gestaltungsraum um die Dimension des Nicht-Wissens zu erweitern und Anzeichen prinzipiell unvorhersehbarer Veränderungen durch gewagte Denkexperimente zutage zu fördern.

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