Crowdsourcing Utopia – partizipative Wissenschaftsvermittlung

Die Utopien der Zukunft brauchen Resonanzräume, in denen Elemente des utopischen Denkens zu gedanklichen Abenteuern für Menschen in Wien werden können. Der reale „Wissens°raum“ des Vereins ScienceCenter-Netzwerk eignet sich als niederschwelliger Ort für Wissenschaftsvermittlung besonders gut dazu, als ein solcher Resonanzraum zu dienen.

Im Sinne partizipativer Wissenschaftsvermittlung werden daher drei Veranstaltungen für den Dialog zwischen den Forschenden und Interessierten initiiert. Zielgruppen für die jeweils 2-stündigen Veranstaltungen sind jugendliche und erwachsene BesucherInnen des Wissens°raums, der sich bis 30. März 2019 in einem Gemeindebau im 5. Wiener Gemeindebezirk befindet. Die Bewerbung der Veranstaltungen erfolgt über die bestehenden Kontakte des Vereins ScienceCenter-Netzwerk mit Akteuren aus dem Bezirk (z.B. über das Regionalforum, VHS, Jugendzentren, migrantische Vereine, u.v.m.), ebenso können zufällig anwesende BesucherInnen des Wissens°raum spontan teilnehmen.

Ziel der Veranstaltungsserie ist es, Utopien für das heutige Wien (weiter) zu entwickeln und auf Basis der persönlichen Lebenserfahrungen und -entwürfe aller Beteiligten gemeinsam zu diskutieren.

Ausgangspunkt für dieses „Crowdsourcing von Utopien“ sind einerseits inhaltliche Impulse der Forschung aus den ersten drei Teilprojekten, die von den ExpertInnen allgemein verständlich vorgestellt wird. Ein moderierter Prozess in der offenen Atmosphäre des Wissens°raums begleitet die TeilnehmerInnen dabei, die Utopie-Elemente hinsichtlich ihrer Relevanz für das heutige Wien zu untersuchen und kreativ weiter zu entwickeln.

Als zweiter Einstieg in das „Crowdsourcing von Utopien“ werden bestehende dialogische Formate des ScienceCenter-Netzwerks genutzt. Die TeilnehmerInnen der Veranstaltungen setzen sich anhand der interaktiven Spiele mit Ungleichheit („Armutsgrenze“), Mobilität („move on“) bzw. Zukunftstechnologien („Blickwinkel“) auseinander. Anschließend folgt ein moderiertes „Crowdsourcing“ von utopischem Denken.

Zusätzlich zu den Veranstaltungen wird im Wissens°raum ein „Tisch der Utopien“ eingerichtet, der auch BesucherInnen außerhalb der Veranstaltungszeiten dazu anregt, ‚Objekte der Zukunft‘ zu entwerfen bzw. Utopien weiterzuentwickeln, um zu einer interaktiven Wissensgenerierung beizutragen.

Alle Veranstaltungen und utopischen Ergebnisse werden dokumentiert und wirken somit zurück auf die Arbeit in den ersten drei Teilprojekten.

Teilprojekt 4 fungiert als experimentelles Erproben von „Crowdsourcing Utopia“. Insbesondere testet es, welche Einstiege und Impulse (ExpertInneninput, Diskussionsformat, Utopie-Tisch) sich als Trigger und Startpunkt für ein utopisches Entwerfen einer besseren Welt von Morgen eignen. Das Teilprojekt beinhaltet die Erarbeitung der jeweiligen Veranstaltungskonzepte in Abstimmung mit den ReferentInnen, die Adaptierung der interaktiven Spiele sowie die Bewerbung, Moderation und Dokumentation der Veranstaltungen und Rückkopplung an die anderen Teilprojekte.

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